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EEG-Umlage: Mehrbelastung durch Ausbau erneuerbarer Energien wird an Stadtwerke weiter gegeben.
Im Sommer 2011 hat die Bundesregierung die Weichen für eine nachhaltige und zukunftsweisende Energieversorgung gestellt. Ein wesentlicher Teil dieses neuen Energiekonzepts ist der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien als Alternative zu fossilen Energien und Kernbrennstoffen. Dieser von Politik und Gesellschaft gewollte Umbau des Energiesystems erfordert finanzielle Beiträge von allen Beteiligten.
Ein zentrales Instrument für die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das Gesetz schafft Anreize, indem es Mindestpreise festlegt, die für Strom aus erneuerbaren Energien gezahlt werden.
Finanziert wird diese Förderung über die so genannte EEG-Umlage, die beim Endverbraucher erhoben wird. Trotz aller Versuche der Politik, die Umlage klein zu halten, ließ sich ein Anstieg der EEG-Umlage, gerade auch wegen des fortgeschrittenen Ausbaus der erneuerbaren Energien, nicht vermeiden. So haben die Betreiber der Stromübertragungsnetze die EEG-Umlage für das Jahr 2012 bekannt gegeben. Ab 01.01.2012 steigt die EEG-Umlage um 0,062 Cent pro Kilowattstunde. Dazu der Geschäftsführer Herr Siekhaus der Stadtwerke Ahaus: „Die EEG-Umlage wird weder von uns festgelegt, noch profitieren wir davon. Vielmehr wird die Umlage direkt an die Betreiber der Übertragungsnetze weitergegeben und fließt in den EEG-Topf. Aus diesem werden dann die Vergütungen für den eingespeisten Strom gezahlt. “
Die Stadtwerke Ahaus werden die Mehrbelastungen des EEG auffangen. Herr Siekhaus: „Wir sind uns einig, eine Strompreiserhöhung zum Jahreswechsel zu vermeiden, um unseren Kunden Preisstabilität zu gewährleisten.“ Allerdings führt neben der EEG-Umlage auch der Ausbau der Stromnetze zu massiven Kostenerhöhungen. „Die deutschen Netzbetreiber investieren Millionen in den Ausbau der Netze. Die dadurch verursachte Erhöhung der Netznutzungsentgelte führt zu Kostensteigerungen, die wir nicht auffangen können, Wir rechnen im laufenden Jahr 2012 mit erheblichen Belastungen“.
In Ahaus ist der Naturgedanke angekommen. Seit der letzten Meldung der Stadtwerke Ahaus hat sich die Zahl der Naturstromkunden verdreifacht. „Wir verzeichnen den Anstieg von rund 100 (Münsterland Zeitung vom 13.05.2011) auf mehr als 300 „Naturstrom“-Kunden“, so Herr Siekhaus. „Wir sehen es als richtigen Weg in eine regenerative Zukunft. Bei deren Förderung sollte die Politik jedoch mit Augenmaß handeln und nicht vergessen, dass auch der Netzausbau Schritt halten muss. Ziel muss es sein, dass der Verbraucher nicht mehr als nötig belastet wird.“
Pressemitteilung Bundesnetzagentur vom 14.10.2011
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