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2011-09-08 Gaspreisanpassung |
AHAUS Heizen mit Erdgas wird teurer. Je nach Tarif und Verbrauch erhöht sich für einen Durchschnittshaushalt in Ahaus die jährliche Gasrechnung ...
...der Stadtwerke Ahaus um 7 bis 15 Prozent. von Stefan Grothues
Für die knapp 1600 Kunden in der so genannten Grund- und Ersatzversorgung tritt die Erhöhung bereits am 1. November 2011 in Kraft. Für sie belaufen sich die jährlichen Mehrkosten auf rund 60 bis 110 Euro, bezogen auf einen Durchschnittshaushalt mit vier Personen. Für die rund 6000 Stadtwerkekunden im Min-Max-Tarif kommt die Anhebung nicht nur später, nämlich am 1. Februar 2012. Sie fällt auch weniger drastisch aus. Hier muss ein Durchschnittshaushalt mit 30 bis 80 Euro Mehrkosten pro Jahr rechnen. Ein Wechsel in den Min-Max-Tarif lohne sich also, empfiehlt Stadtwerke-Geschäftsführer Karl-Heinz Siekhaus den Kunden in der Grund- und Ersatzversorgung. Vorteil für die Stadtwerke: Die Kunden binden sich vertraglich für ein ganzes Jahr, der Gasabsatz ist besser kalkulierbar.
„Vergleichsweise günstig“ Die Gaspreisanhebung sei für die Stadtwerke unumgänglich, erklärt Siekhaus, da zum einen die Marktpreise für 2012 steigen würden. Zum anderen hätten sich die Mechanismen der Gasbeschaffung geändert. Dies habe zu erhöhten Risikozuschlägen geführt, die die Stadtwerke und die Vorlieferanten zu tragen hätten. Die Ahauser Stadtwerke beziehen ihr Gas von vier Lieferanten: BP, RWE, Eon und vom skandinavischen Energiekonzern Dong. Siekhaus: „Je nach Preisentwicklung kaufen wir pro Jahr 6 bis 20 Tranchen beim jeweils günstigsten Anbieter.“ Das Erdgas, das die Ahauser Wohnungen heizt, stammt vor allem aus Russland, zum Teil aber auch aus Großbritannien und Norwegen. Nach Angaben von Siekhaus stehen die Stadtwerke auch nach der Preisanpassung im Vergleich mit anderen Anbietern gut da. „So gut, dass wir Gewerbe- und Industriekunden auch außerhalb von Ahaus mit Erfolg umwerben können.“ Das solle in Zukunft verstärkt geschehen. Private Kunden außerhalb des Versorgungsgebietes zu gewinnen, sei aber nicht geplant. Siekhaus: „Das wäre zu aufwendig.“
„Strompreise stabil“ Und was ist mit den Strompreisen? Siekhaus: „Die bleiben stabil – wobei wir heute noch nicht wissen können, wie sich die EEG-Umlage (Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz) entwickeln wird.“
Quelle: Münsterland Zeitung 08.09.2011 |