Start Unternehmen Was wir bieten Presse 2011-01-19 Gasverbrauch 2010 um 20 Prozent gestiegen
inhalt_unternehmen_presse
2011-01-19 Gasverbrauch 2010 um 20 Prozent gestiegen
AHAUS. Der Gasverbrauch in Ahaus ist im vergangenen Jahr witterungsbedingt um fast 20 Prozent gestiegen. Der Durchschnittshaushalt, so erklärte Stadtwerke-Vertriebsleiter Stefan Werner am Mittwoch auf Anfrage, habe 5000 kW/h mehr verbraucht. Auf viele Gasbezieher kommen daher ab der nächste Wochen mit der Jahresabrechnung auch Nachzahlungsforderungen zu. Sie werden allerdings abgemildert durch den relativ günstigen Gaspreis, der sich nach der Lockerung der Ölpreisbindung herausgebildet und im Festpreisangebot der Stadtwerke niedergeschlagen hat. Für manche Haushalte fällt die Jahresrechnung 2010 daher sogar noch niedriger aus als im Jahr zuvor. Besitzer unsanierter Altbauten können aber nicht darauf hoffen. Werner: „In einigen Fällen ist der Gasverbrauch sogar bis zu 40 Prozent angestiegen, da der Winter Anfang 2010 lange gedauert und Ende 2010 früh begonnen habe. Für isolierte und winddichte neuere Gebäude sei das kein so großes Problem gewesen.

Energetische Beratung
Die Gründe für einen hohen Energieverbrauch in Altbauten liegen auf der Hand: An den Rollladenkästen zieht es, über schlecht isolierte Fenster geht Wärme verloren, und auch die Heizung ist nicht mehr auf dem aktuellen technischen Stand. Rund 200 Hausbesitzer in Ahaus und Alstätte haben jetzt die Möglichkeit, sich von einem Fachmann kostenlos beraten zu lassen, wie sich ihre Immobilie energetisch verbessern lässt. Der Kreis Borken hat die Kampagne „Haus zu Haus-Beratung“ im Rahmen seines Klimaschutzkonzeptes initiiert. Kooperationspartner sind die Stadt Ahaus, die Sparkasse Westmünsterland, die Kreishandwerkerschaft Borken sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken.

Vom 31. Januar bis zum 11. Februar werden zwei Energieberater der Service-GmbH der Kreishandwerkerschaft Borken bei den ausgesuchten Haushalten klingeln. Die Stadt hat dazu Wohnquartiere aus den 50er, 60er und 70er Jahren ausgewählt. Die betroffenen Hausbesitzer haben in den vergangenen Tagen einen Brief von der Stadt Ahaus bekommen. Darin erläutert Bürgermeister Felix Büter die Hintergründe: „Wer etwas für die Isolierung seines Hauses tut, der schont nicht nur seinen eigenen Geldbeutel, sondern auch das Klima.“

Rundgang durchs Haus
Die Energieberater Thomas Venhorst und Werner Vogelsang, die sich mit einem besonderen Ausweis legitimieren können, klingeln bei den ausgewählten Adressen an. Wer ihnen die Tür öffnet, hat zwei Möglichkeiten: Entweder nimmt der Hausbesitzer eine 15-minütige Initialberatung in Anspruch oder er nimmt sich etwas mehr Zeit für eine Beratung, die inklusive Rundgang durch das Haus 40 Minuten dauert.
Direkt vor Ort bewertet der Energieberater dann die energetische Lage des Hauses und gibt Tipps zur energetischen Sanierung sowie Informationen zu öffentlichen Förder- mitteln. www.alt-bau-neu.de

Quelle: Münsterland Zeitung, von Stefan Grothues 19.01.2011