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Biomasse
Aus vor Ort verfügbaren Abfällen, Reststoffen und Nebenprodukten Strom erzeugen – das klingt nicht nur ideal, es wird heute schon aktiv in die Praxis umgesetzt. In Bio- und Deponiegasanlagen wird durch Zerfall und Verrottung entstehendes Gas direkt vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Stromerzeugung genutzt. Neun solcher Anlagen speisen den klimafreundlich erzeugten Strom in das Netz der Stadtwerke Ahaus ein.

Mögliche Energielieferanten für Biogasanlagen sind beispielsweise Pflanzenteile und -reste, vor allem von Mais und Getreide, Gülle und landwirtschaftliche Nebenprodukte sowie sonstige Bioabfälle. Das bei der Verrottung entstehende Gasgemisch wird getrocknet, entschwefelt und dann einem Biogasmotor zugeführt, der einen Generator antreibt. Der damit produzierte Strom wird anschließend in das Netz eingespeist. Die Funktionsweise einer Deponiegasanlage ist vergleichbar.

Aus Biosmasse lässt sich jedoch nicht nur Strom erzeugen. Besonders energieeffizient arbeitet eine Biogasanlage, wenn die in den Abgasen enthaltene Wärme über einen Wärmetauscher zurückgewonnen und genutzt wird, um zum Beispiel den Vergärungsprozess der Biomasse zu beschleunigen oder auch Gebäude zu beheizen.

Die Erzeugung von Energie aus Biomasse hat viele Vorteile. Für die Umwelt schädliche Gase werden, bevor sie in die Atmosphäre entweichen, in Energie umgewandelt. Es fallen zudem nur die CO2-Emissionen an, die im Anbau- und Ernteprozess der Biomasse freigesetzt werden.

Und Biomasse liefert im Gegensatz zu Sonnen- und Windenergie wetterunabhängig kontinuierlich Energie.